ExtraHirn Werkbank · Reimars eigenes Setup
Steal Reimar’s AI Productivity Setup
Nicht seine Einkaufsliste. Seine Arbeitslogik. Reimar beginnt bei einer konkreten Reibung, wählt den passenden Erfassungsweg und klärt, wie der Output geprüft wird, wohin er fließt und wer danach übernimmt.
Das Setup ist ein Flow. Kein Tool-Regal.
Job-Diagnose
Erst die Reibung. Dann das Werkzeug.
Die drei Eingänge können unabhängig voneinander sinnvoll sein. Du musst nicht alle drei benutzen – und schon gar nicht in einer festen Reihenfolge.
Schreiben stockt
Der Gedanke ist da. Aber zwischen Formulieren, Löschen und Neuansetzen reißt der Textfluss immer wieder ab.
Passender Eingang: Autocomplete ↓Gedanken gehen verloren
Sprechen wäre gerade schneller als Tippen. Ohne geeigneten Erfassungsweg bleibt der Gedanke im Kopf oder in einer losen Sprachnotiz.
Passender Eingang: AI-Diktat ↓Gesprächskontext zerfällt
Der Termin ist vorbei. Aussagen, Entscheidungen und Aufgaben verschwinden im Mitschnitt oder in einer zu kurzen Zusammenfassung.
Passender Eingang: Meeting- und Audioverarbeitung ↓Das System hinter den Tools
Drei Eingänge. Ein verantworteter Rückfluss.
- 01Arbeitskontext
Wofür wird der Output gebraucht?
- 02Menschliche Prüfung
Was stimmt, was fehlt, was darf weiter?
- 03Zielsystem + Owner
Wo landet das Ergebnis und wer übernimmt?
- 04Handlung oder Learning
Was passiert jetzt konkret?
Reimars belegte Praxis
Was Reimar tatsächlich anders macht
Reimar behandelt die drei Werkzeuge nicht als Produktivitätsritual. Er greift je nach Situation auf einen anderen Eingang zurück. Der gemeinsame Nenner liegt danach: Der Output wird geprüft, eingeordnet und an eine konkrete Arbeit übergeben.
bleibt der Vorschlag dort, wo der Text bereits entsteht. Kein zusätzlicher Chat-Kontext, der später zurückkopiert werden muss.
darf der Gedankenstrom zunächst breit sein. Die eigentliche Arbeit ist danach das Trennen, Strukturieren und Verdichten.
ist das Transkript nur die Rohquelle. Entscheidungen, Aufgaben und weiterer Projekt- oder Content-Kontext entstehen erst in der Auswertung.
Das ist persönlicher Proof-of-Work, keine universelle Rangliste. Es gibt keine behauptete Zeitersparnis und keinen Sieger für jeden Arbeitsfall.
Werkzeugkategorien
Kategorie vor Produkt
Jede Karte folgt demselben Raster. Die Produktangaben tragen einen sichtbaren Prüfstand und bleiben vom ExtraHirn-Arbeitsmodell getrennt.
Cotypist
Cotypist ergänzt Text im aktuellen Schreibkontext. Reimar nutzt diese Unterstützung häufig und merkt unmittelbar, wenn sie nicht verfügbar ist.
- Job und Reibung
- Beim Schreiben im Fluss bleiben, ohne den Gedanken an ein separates Chatfenster abzugeben.
- Input
- Angefangener Text und aktueller Schreibkontext.
- Output
- Ein Formulierungsvorschlag direkt an der Stelle, an der Reimar schreibt.
- Zielsystem
- Das Dokument, die Nachricht oder der Entwurf, an dem bereits gearbeitet wird.
- Menschlicher Kontrollpunkt
- Reimar entscheidet bei jeder Ergänzung: übernehmen, verändern oder verwerfen.
- Sinnvoller Nicht-Einsatz
- Wenn schon die Aussage unklar ist. Autocomplete kann einen unklaren Gedanken schneller fortschreiben, aber nicht fachlich klären.
- Kurztest
- Einen unkritischen echten Schreibfall wählen und beobachten, ob weniger Kontextwechsel entstehen.
- Abbruchkriterium
- Abbrechen, wenn Vorschläge mehr Korrekturarbeit erzeugen oder den eigenen Ton zuverlässig glätten.
Wispr Flow
Reimar spricht bewusst einen breiten Gedankenstrom, lässt mehrere Themenbahnen zu und strukturiert den entstandenen Text erst danach.
- Job und Reibung
- Einen Gedanken erfassen, wenn Sprechen schneller und natürlicher ist als Tippen.
- Input
- Gesprochene Sprache in einer konkreten Arbeitssituation.
- Output
- Bearbeitbarer Text als Rohfassung – noch keine freigegebene Endfassung.
- Zielsystem
- Der Text muss in das konkrete Dokument, Projekt oder Wissenssystem übernommen werden, in dem weitergearbeitet wird.
- Menschlicher Kontrollpunkt
- Reimar trennt Themenbahnen, korrigiert Sinnfehler und entscheidet, was wirklich zum Arbeitsfall gehört.
- Sinnvoller Nicht-Einsatz
- Für vertrauliche Inhalte, solange Datenfluss, Speicherung und Zugriff nicht für diesen Einsatz geklärt sind.
- Kurztest
- Einen unkritischen Gedanken diktieren, anschließend strukturieren und prüfen, ob der Text tatsächlich weiterverwendet wird.
- Abbruchkriterium
- Abbrechen, wenn der Rohtext nur eine zusätzliche Ablage wird oder die Nacharbeit den erhofften Fluss auffrisst.
Rekorder
Rekorder macht ein Gespräch als Rohquelle verfügbar. Der Nutzen entsteht erst durch Analyse, Entscheidungen, Aufgaben und die Übergabe in Projekt- oder Content-Kontext.
- Job und Reibung
- Gesprächskontext nach dem Termin so erhalten, dass daraus ein verantworteter nächster Schritt entstehen kann.
- Input
- Ein rechtmäßig aufgezeichnetes Gespräch oder anderes freigegebenes Audiomaterial.
- Output
- Transkript als Rohquelle; Analyse und Einordnung sind ein eigener Schritt.
- Zielsystem
- Projektkontext, Wissenssystem, Aufgabenfluss oder ein belegter Contentkern.
- Menschlicher Kontrollpunkt
- Beteiligte, Aussagen, Entscheidungen und Freigabegrenzen werden menschlich geprüft.
- Sinnvoller Nicht-Einsatz
- Wenn Aufnahme, Zugriff oder öffentliche Weiterverwendung nicht vorab geklärt sind.
- Kurztest
- Ein unkritisches Gespräch bis zu einer nachvollziehbaren Entscheidung oder Aufgabe weiterführen.
- Abbruchkriterium
- Abbrechen, wenn das Ergebnis im Transkript endet und niemand den nächsten Schritt besitzt.
Auswahlmatrix
Nicht vergleichen. Passung prüfen.
| Prüffrage | Autocomplete | AI-Diktat | Meeting/Audio |
|---|---|---|---|
| Wo entsteht die Reibung? | Im laufenden Schreiben | Beim Festhalten gesprochener Gedanken | Nach einem Gespräch oder Audiomoment |
| Was ist der echte Input? | Text im aktuellen Kontext | Gesprochener Gedankenstrom | Freigegebenes Gespräch oder Audio |
| Wer prüft? | Die schreibende Person | Die diktierende und weiterbearbeitende Person | Eine benannte Person mit Gesprächskontext |
| Was muss vorher klar sein? | Berechtigungen und akzeptabler Schreibkontext | Datenfluss, Umgebung und Ziel des Textes | Aufnahme, Zugriff und erlaubte Weiterverwendung |
| Was ist der Fallback? | Ohne Vorschlag weiterschreiben | Tippen oder lokale Notiz | Manuelle Gesprächsnotiz und klare Aufgaben |
Zusätzlich immer prüfen: Plattform und Einsatzort, Datenklasse, individueller oder gemeinsamer Einsatz, administrative Kontrollen sowie der Fallback bei Ausfall.
Der kleine Praxistest
Ein Arbeitsfall. Eine kurze Entscheidung.
Nicht erst zehn Tools installieren. Einen unkritischen, realen Arbeitsfall sauber bis zum nächsten System verfolgen.
- 01Erfolg vorher definieren
Woran erkennst du, dass genau diese Reibung kleiner geworden ist?
- 02Unkritisches Material nutzen
Der erste Test braucht keine vertraulichen Kunden- oder Personendaten.
- 03Den Rückfluss beobachten
Landet der Output wirklich dort, wo die Arbeit weitergeht?
- 04Bewusst entscheiden
Behalten, verändern oder abbrechen – auch Verwerfen ist ein gutes Testergebnis.
Alltagsgrenzen
Fünf Fragen vor dem ersten echten Einsatz
01Was verlässt das Gerät?
02Was bleibt gespeichert – und wie lange?
03Wer kann auf Input und Output zugreifen?
04Was muss vor einer Aufnahme geklärt werden?
05Was lässt sich im Team verbindlich einstellen?
Wenn eine Antwort fehlt, ist das kein Detail für später. Dann bleibt der Test bei unkritischem Material oder das Werkzeug bleibt draußen. „DSGVO-konform“ ist kein pauschales Etikett, das diese Prüfung ersetzt.
Transparenz und Aktualisierung
Ein Tool-Guide braucht ein Verfallsdatum.
Funktionen, Datenflüsse und Verträge ändern sich. Deshalb trennt diese Seite eigene Praxis von technischen Produktangaben und zeigt, wann eine Aussage zuletzt geprüft wurde.
Änderungslog
Produktangaben für Cotypist, Wispr Flow und Rekorder gegen die verlinkten Primärquellen geprüft.
Flow, Auswahlmatrix, Praxistest und Transparenzhinweis gemeinsam aktualisiert.
Offene Orientierung
Matrix und Testfragen bleiben frei zugänglich.
Du brauchst keinen Download und keine Anmeldung, um den Arbeitsfluss zu prüfen. Nutze die Auswahlmatrix und die vier Testschritte direkt auf dieser Seite für deinen nächsten unkritischen Arbeitsfall.
Häufige Fragen
AI-Produktivität ohne Tool-Theater
Wie wählt ein Unternehmen passende AI-Produktivitätstools nach Aufgabe, Datenfluss und Arbeitsablauf aus?
Zuerst wird eine konkrete Reibung benannt. Danach werden Input, Datenfluss, menschlicher Kontrollpunkt, Zielsystem, verantwortlicher Owner und Fallback geprüft. Erst dann lohnt sich die Auswahl eines Werkzeugs.
Was unterscheidet Autocomplete, AI-Diktat und Meeting-Transkription?
Autocomplete unterstützt beim laufenden Schreiben. AI-Diktat verwandelt gesprochene Gedanken in bearbeitbaren Text. Meeting-Transkription macht ein Gespräch als Rohquelle verfügbar. Die drei Kategorien sind parallele Eingänge, keine vorgeschriebene Reihenfolge.
Welches Problem sollte vor der Auswahl eines AI-Tools geklärt werden?
Die konkrete Alltagssituation, in der Arbeit stockt oder Kontext verloren geht. Ohne diesen Ausgangspunkt wird aus einem neuen Tool schnell nur eine zusätzliche Ablage.
Welche Daten verlassen bei einem AI-Produktivitätstool das Gerät?
Das ist je nach Produkt, Konfiguration, Plattform und Vertrag unterschiedlich. Deshalb müssen Datenfluss, Speicherung, Berechtigungen und Zugriff anhand aktueller Primärquellen für den konkreten Einsatz geprüft werden.
Wie testet man ein AI-Tool vor einem Team-Rollout?
Mit einem unkritischen realen Arbeitsfall, einem vorher definierten Erfolgskriterium und einem benannten Owner. Nach einer kurzen Testperiode wird bewusst entschieden: behalten, ändern oder abbrechen.
Wie gelangen Diktat oder Transkript in ein Wissens- oder Projektsystem?
Der Zielort und die verantwortliche Person werden vor dem Test festgelegt. Der Output wird menschlich geprüft, eingeordnet und erst dann in Dokument, Projekt, Wissenssystem oder Aufgabenfluss übergeben.
Wann sollte man ein AI-Tool bewusst nicht einsetzen?
Wenn Datenfluss oder Berechtigungen ungeklärt sind, der Arbeitsfall keinen klaren Owner hat oder der Output nur eine weitere Ablage erzeugt. Auch ein guter Test darf mit Verwerfen enden.
Wie hält man einen AI-Tool-Guide aktuell?
Mit sichtbarem Prüfdatum, Quellenart, Änderungslog und einer erneuten Prüfung nach relevanten Produkt- oder Prozessänderungen. Vergängliche Produktclaims gehören nicht in eine dauerhafte Rangliste.
Welche AI-Produktivitätswerkzeuge nutzt Reimar tatsächlich?
Reimar nutzt aktuell Cotypist für Autocomplete, Wispr Flow für Diktat und Rekorder für Meeting- und Audioverarbeitung. Seine Praxis ist ein Beispiel und keine allgemeine Produktempfehlung.
Diagnostischer nächster Schritt
Wo reibt es bei dir?
Wähle keine Lösung. Wähle die Situation, die heute Arbeit liegen lässt.
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